Let´s do the Time Warp again…

7. Juli 2009

Was haben ein Haufen Musical-Hühner und ein 280´er Mercedes gemeinsam?

Richtig! So gut wie nichts. Aber genau deswegen war es eine feine Sache, diese beiden Komponenten in Bildern miteinander zu verwursten. Auf der einen Seite foto-hungrige Selbstdarstellerinnen und eine malsüchtige Visagistin, auf der anderen Seite ein wie aus dem Ei gepellter 6-Zylinder-Träger, der diesmal ausnahmsweise nur Deko war.
Und mitten drin ein schwitzender Foto-Dude.

Der eine hat ne beeindruckende Front-Partie, die anderen brillieren u.a. mit aufregenden Heck-Ansichten. Also Formen über Formen, die gerade im neuen raumschenkenden Studio nicht nur was für´s Auge sind, sondern auch gehörig Ansprüche an Logistik und fotografischen Aufwand stellen.

Aber einfach kann ja bekanntlich jeder und den Aspekt, dass bei den vergangenen heissen Aussentemperaturen das Studio tatsächlich kühler war, nahm man dabei billigend in Kauf.

Stil-Theoretiker werden wieder die Nase rümpfen, wenn man drei “Modelle”, welches allesamt Schauspielerinnen und Muscial-Hupfen sind, und somit über das nötige darstellerische Répertoire verfügen, im Style der ausgehenden Zwanziger Jahre aufmufft und ein bissi amerikanische Vorkriegs-Mode einfließen lässt. Wobei in Zeiten einer Wirtschaftskrise das ja dann doch eher Reminiszenz-Charakter bekommt, wenn man mal genauer drüber nachdenkt. Richtig rümpfen werden sie die Nase, wenn die Karrosse aus den frühen Siebzigern mit ins Bild kommt.
Schnauze!

Aber erlaubt ist eben, was gefällt und es ist ja keine historisch abgesicherte Dokumentation. Das kommt später irgendwann mal.

Wenn man denn schon einen guten Freund und Auto-Afficionado hat und der in einem Nebensatz mit hingehaltenem Schlüssel anbietet, das Auto im Studio nutzen zu dürfen für so ein Shooting, naja, dann sollte doch wohl klar sein, dass die Halle ratzifatzi auf- und klar gemacht wird dafür.
MB 280

Ja, ja….es könnte schon wieder der Eindruck entstehen, dass es typisch Mann ist, sich hauptsächlich um das Auto zu kümmern. Nein, nein…..ich hebe mir halt die wichtigen Sachen für den Schluß auf.

Doch vorher ein paar technische Details. Nicht zum Auto, denn da kennt sich der eine oder andere sofort besser aus. Also das es ein 280´er ist, weiss ich und das er Baujahr ´72 ist. Und das er schweinegeil aussieht. Das soll für´s erste ja auch reichen.

Das Bild der Frontpartie ist ganz gemäß meiner üblichen Beleuchtungsgewohnheit mit einer Lampe gemacht. Ein Striplight von hinten oben. Also so wie immer, wenn ich nen grandiosen Körper fotografiere. Unüblich in der Automobil-Branche, aber der Papendieck hält sich ja eh nie an die Regeln.

Die Gesamtschau des Schlittens ist mit Dauerlicht geschossen. Dazu hab ich einfach unser Deckenlicht (Neonröhren) angelassen, die Kamera auf´s Stativ gestellt, Weissabgleich auf Leuchtstoffröhre und mit 24 mm und Blendenvorwahl auf 4. Bissi Photoshop zum Detail-Pimpen. und das war´s.

Um´s Pimpen meiner drei Protagonistinnen kümmerte sich mal wieder meine “Hof-Schminköse” Christina, die all ihr berufliches Können selbst in eine solche Freizeit-Veranstaltung einfliessen lässt, indem sie professionell und perfektionistisch den Sitz einzelner Wimpern unter Kontrolle zu haben scheint.
trio infernale
Die drei Mädels behaupteten zwar selber, dass man Kacke nicht polieren kann, aber Christina macht´s möglich. Immer und immer wieder.

(Anm.d.Verf. : Bitte keine empörten Aufschreie bzgl. obiger kalauriger Anmerkung. Ich habe lediglich die Damen zitiert und habe die ausdrückliche Erlaubnis selbiges Zitat frei zu verwenden.)

Neben einer Vielzahl an Einzelportraits und Gruppen-Gedönse sind natürlich - warum auch sonst sollte man sich ein solches Auto in die Hütte stellen - ein paar coole Shots mit den drei Hupfdohlen und der Silberkiste entstanden.
Quartett...
Wer jetzt auch mäkeln will, dass man NATÜRLICH mit dem Aufwand coole Sachen hinbekäme, dem sei gesagt. Autos kann man auch draussen schön hinstellen und ein paar mit Konzept gestylte Damen oder auch Herren darum herum platzieren. Es muss ja nicht gleich darauf hinaus laufen, dass eine mit Badeschwämmen an den Möpsen bewaffnete Donner-Tussi auf der Motorhaube eines design-freien Tuning-Opfers herumgleitet. Ne alte Lagerhalle mit nem schicken Retro-Car oder ein Flugzeug-Hangar sind doch immer eine Fotoreise wert.

In diesem Sinne

Munter bleiben und Knipse raus

Es grüßt

Der Papendieck

Sommer, Sonne, Sonnenschein…

5. Juli 2009

Während sich die Kollegen damit beschäftigen, einen “Pool” ins sonnenlichfreie Studio zu bauen oder anderweitig dem Fixstern an unserem Sommerhimmel zu entgehen, muss ich bei den vorherrschenden Witterungsbedingungen meinen Wurzeln in Sachen “Draussen-Knipsen” mal wieder nachkommen. Was ist leichter als ohne großen Aufwand mit Modell und Kamera durch Auen und Felder zu hopsen? Ja, ich weiss, ohne Modell und Kamera durch die Felder hopsen, aber darum geht´s an dieser Stelle nicht. Sondern um die Einfachheit der Einfachheit.

Also alles in allem ist der Aufwand beim Outdoor-Shooting (<---Fach-Chinesisch für Draussen-Fotografieren) verschwindend gering, wenn man die Sache konsequent angeht. Ausser der Kamera und dem einen oder anderen Alternativ-Objektiv braucht man eher weniger. Schnell die passende junge Dame angerufen und dann kann´s in den späten Nachmittagstunden raus in die südostniedersächsische Wildnis gehen.

O.k., ein bissi gemogelt ist´s, denn meine Lieblings-Schminköse war mit vor Ort. Der Haare wegen, versteht sich.

Lichtstarke Objektive sind bei den Bedingungen eher nicht von Nöten, denn momentan hat man eher das Luxusproblem, dass zuviel Licht da ist. Aber auch genau das war Anlass, eine bestimmte Optik im Bild zu provozieren. Technisch motivierte Fotografierende werden sich die Haare oder sonstwas raufen, ob der Überbelichtungen an allen Ecken und Ende. Das Ausbrennen war Programm. Nicht, dass es nicht auch anders, sprich technisch sauber, ginge, aber wer will das in dem Fall schon? Ich jedenfalls nicht. Und die junge Dame weiss ganz genau, worauf sie sich eingelassen hat. Naja, bis auf die Bremsen, Mücken und einschneidenden Schilfblätter vielleicht. Hätte ich vielleicht im Vorfeld erwähnen sollen. Mein Fehler. Aber Janne ist da ja schon "schußfest", wie der Waidmann sagt und auch nicht zimperlich, wenn es um das Freiluftumkleiden geht.

Auffällig bei solchen Aktionen ist immer der spotane Tempowechsel bei vorbei joggenden Passanten. Immer genau da müssen sie gaaaaaaaanz zufällig mal den Sitz der Laufschuhe kontrollieren oder das empfohlene Stretching durchführen. Es sei ihnen gegönnt!
Sommerwonne
Mit offener Blende und dem Auge aufs Umfeld gerichtet lassen sich schnell kleine idyllische Ecken auftun, die im Spiel mit Lichtrichtungen und Schatten zahlreiche Möglichkeiten bieten, die man im Studio nie so ohne weiteres erzeugen können kann. Licht, Luft und Bewegung sind Variablen, die es immer wieder nötig machen, die eignen Ideen spontan zu entwickeln oder gar zu verwerfen. Wenn man eine “Location” schon kennt, um so besser, ansonsten einfach mal herumschlendern und die Gegebenheiten lesen. Es bieten sich immer Perspektiven und Details, die lohnenswert sind. Und wenn man sich mit sich selbst geeinigt hat, wie man denn jetzt seine Kamera einstellt, dann kann der Auslöser ruhig mal im ADHS-Modus benutzt werden.
Bei solchen Licht-Bedingungen bin ich immer hin- und hergerissen, die Kamera entweder mittels Blendenvorwahl - gerne auch mal sehr offenblendig - zu quälen oder nach einigen Testschüssen und Gegenmessen im manuellen Modus mir Zeit und Blende zu wählen, so dass der gewünschte sommerliche Licht-Flut-Style am Ende auf der Karte ruht.lichtleicht...
Und in der stillen Gewißheit, dass der Sommer grad angefangen hat, reichen da auch knappe 2 Stunden. Der nächste schöne Tag kommt mit Sicherheit.

In diesem Sinne

Gehet raus und knipset froh!

P.S.: Und wer die ungebremste Motivation verspürt, neben verfügbarem Licht, einer coolen Location auch noch den Bereich Akt mit einzubeziehen, dem sei der 25.07.2009 empfohlen. Dort findet nämlich einer Outdoor-Akt-Workshop statt. Wenn´s also interessiert…..

Hallo Welt!

4. Juli 2009

Muss der jetzt auch noch nen eignen Blog haben?
Ja!
Und warum?
Weil er es kann…..

Ich bin gespannt auf Resonanz, Diskussion, whatever…